Januar

22 Essays, hier 3 Beispiele:
Wenn Realität stört: Der Fall Alex Pretti und das linke Weltbild

Bewaffneter attackiert Beamte, richtet Schaden an. Elf Tage später mischt er sich in Einsatz ein, Waffe am Körper – und wird erschossen. Linke machen nun Märtyrer aus ihm. Der Fall Alex Pretti zeigt, wie weit sich Linke von der Realität entfernt haben.

Solange deine Finger an der Klippe klammern

Traditionen sind die Experimente, die funktionierten. Sozialisten (ob »Öko-« oder sonstwas) aber wollen sie schleifen – und das einzige Experiment wiederholen, das ständig scheitert.

Wer argumentiert, hat verloren

Wir lernten, dass Worte und Sätze etwas bedeuten und bewirken. Das ist edel, aber veraltet. Sprache bedeutet nichts mehr. Politik und Propaganda reden offensichtlich Unwahres – und wer auf Realitätssinn besteht, gilt als der Böse. Fürwahr eine neue Zeit!

Februar

21 Essays, hier 3 Beispiele:
Wer Wahlbetrug verhindert, begeht Wahlbetrug

In der FAZ wird Trump vorgeworfen, Wahlen zu manipulieren – weil Wähler ihre Staatsbürgerschaft nachweisen sollen. Linke Logik: Wahlbetrug zu verhindern ist Wahlbetrug. Orwell applaudiert. Und Mainstream-Medienkonsumenten glauben so einen Bullshit.

Deine Talente

Deine Talente

Ich möchte meine Mitmenschen bisweilen an den Schultern packen, sie ordentlich durchrütteln und ihnen ins Gesicht brüllen: »Dir wurden Lebenszeit und Denkfähigkeit anvertraut – warum verschleuderst du sie?!« (Und dann bleibe ich doch höflich.)

Mel Gibson war nicht eingeladen

Mel Gibson. Kanye West. Tom Cruise. Charlie Sheen. – Die »Freaks« und die »Ausgestoßenen« (die vom Show-Business nur geduldet werden, weil und solange sie Geld einbringen) fehlen auffällig in den Epstein-Akten. Dort finden sich vor allem die »Guten«.

März

23 Essays, hier 3 Beispiele:
Verfassungsschutz vs. Josef K.

Kafka in »Unserer Demokratie«: Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet. Später wurde klar, dass der Verfassungsschutz ihn bloß verwechselt hatte, aber da war es schon zu spät.

Ich werde nicht hassen

Ich werde nicht hassen

Ich will nicht über den Staat Israel schreiben. Nicht über Pogrome von Siedlern in der West Bank oder meine Angst vor der Samson-Option. Ich will über Feindesliebe und Poesie schreiben. Und Leonard Cohen zitieren.

Wenn Journalisten plötzlich das Denken verlernen

2025 titelte t-online: »Netanjahu träumt von Israel in biblischer Größe«, und auch Tagesschau erwähnte es. Doch 2026 rätselt unser Staatsfunk plötzlich: »Welche Kriegsziele verfolgt Israel?« (Wehe aber, jemand leidet NICHT an dieser plötzlichen Amnesie!)

April

23 Essays, hier 3 Beispiele:
EU vs. »Verschwörungstheorien«

EU-Propaganda agitiert gegen »Verschwörungstheorien«. Zum Beispiel jene, wonach einheimische Bevölkerung durch Einwanderer ersetzt wird. Es ist absurd: Ist es »Verschwörungstheorie«, was mancher Bürger in seiner Stadt selbst sehen kann?

Und darum seufzt das Volk

Und darum seufzt das Volk

Verschiedene Staatsformen, große politische Thesen – doch am Ende zählen nur zwei Fragen: Wird das Volk überleben? Und sind die Menschen samt ihrer Familien glücklich? Alles übrige wie Parteien und Staatsformen sind zweitrangige Etiketten.

Keine Trauer, kein Klaggeschrei und kein Schmerz

Wenn die Existenz von Leid ein Argument gegen Möglichkeit und Anbetungswürdigkeit Gottes ist, warum sind es die Momente des Leids und des Verlorenseins, die uns zu Gott führen, und nicht der angetrunkene, fröhliche All-inclusive-Urlaub?

Mai

20 Essays, hier 3 Beispiele:
Vom Fernwehweh

Vom Fernwehweh

Ich leide am Fernwehweh – der Sehnsucht nach einer Sehnsucht, die es so nicht mehr gibt. Es ist einfach zu einfach, an einst ferne Orte zu fliegen. Und wenn man dann dort ist, stehen vor dir hundert Leute in der Schlange, aufs Selfie wartend.

Du sollst nicht schlau sein

Du sollst nicht schlau sein

Selig sind die, die sich nicht für schlau halten. (Damit sind aber schmerzhaft viele unserer Mitmenschen »unselig«. Besser, im Zweifelsfall nicht allzu schlau zu sein.)

Lasst uns endlich alle Verbrechen verbieten!

Verbrechen sind verboten – das war schon immer so. Wofür also Waffenverbotszonen? Und warum werden in England sogar »runde Küchenmesser« gefordert? Weil es leichter ist, Objekte zu verbieten, als jenes Denken zu ändern, das Menschen zum Zustechen bewegt.

Juni

19 Essays, hier 3 Beispiele:
Verdammt, zu meinen, dass er verdammt sei

Der Sisyphos des Camus schiebt den Felsbrocken wieder und wieder hoch. Warum? Weil er dazu »verdammt« ist. Doch wozu bist Du »verdammt« – und wer war es, der dich »verdammt« hat?

Es geht zu Ende mit Danisch

Es geht zu Ende mit Danisch

Wie lange bleibt dein Leben sinnvoll, wenn dir der Strom abgedreht wird? Wie lange, wenn auch der Handy-Akku leer ist? Und wie lange würde Deutschland weiterwurschteln können, wenn Frankreich den Strom und USA die Internet-Software abdrehen?

Offensichtlich Schnee

Offensichtlich Schnee

Es ist hilfreich, seine Gedanken auszuformulieren, so klar sie sich im Kopf auch anfühlen mögen. Im Kopf sind die Gedanken wie ein verworrenes Wollknäuel. Ausformulieren zwingt, Gedanken wie auf einen Faden aufzureihen. Die Seele braucht das heute.

Juli

18 Essays, hier 3 Beispiele:
Man ließ uns spielen

Man ließ uns spielen

Eine Zeit lang, einige Jahrzehnte lang, erlaubte man uns, etwas Freiheit zu spielen. Das ist uns nicht gut bekommen. Jetzt legt man uns Ketten an. Mal sehen, wie uns die Ketten bekommen werden.

Die Mutter, quasi Teil der Familie

Jens Spahn hat jetzt einen Sohn, der heißt Georg. Die CDU ist total gegen Leihmutterschaft, wegen »Werten«, aber was interessieren einen »Unsere Demokratie«-Politiker die eigenen »Werte«? (Oder die klare Ansage des Vatikans?)

Durch meine übergroße Schuld

Wenig ist schmerzhafter, als sich öffentlich zu seinem Versagen zu bekennen. Und wenig ist so reinigend, so befreiend – so wichtig. (Aber wer traut sich das schon. Man macht sich ja angreifbar!)

August

16 Essays, hier 3 Beispiele:
Ihr liegt alle falsch

Ihr liegt alle falsch

Von einem politischen Publizisten erwartet das Publikum einen Standpunkt. Einen Aufruf, eine Marschrichtung. Ich scheitere darin. Meine ehrlichste Deutung ist heute: Ihr liegt alle falsch – und ich weiß es auch nicht besser.

Irre ist das neue Normal

Irre ist das neue Normal

Du kannst leugnen, was geschieht, oder hinschauen und daran zerbrechen. Oder du nutzt den einen Rahmen, in dem du das Grauen anerkennen und trotzdem Schönheit in der Welt sehen kannst.

Und unser Herz wird weich

Und unser Herz wird weich

Wenn der eine nimmt und nimmt und der andere gibt und gibt – was kommt am Ende dabei heraus? (Und was empfindet der beharrliche Nehmer WIRKLICH für den steten Geber?)

September

5 Essays, hier 3 Beispiele:
Nochmal um 12 Tage

Nochmal um 12 Tage

Fünf Wochen mit Tauben unterm Dach, zwölf Tage in einer Klosterzelle. Wieder erstmal aus’m Himmel zurück, noch Dinge zu tun.

Wie sehr betäubt bist du eigentlich?

Am Morgen des 11.9.2001 unterzog ich mich einer Zahnwurzelbehandlung. Ich wankte dann zum Kölner Neumarkt. Menschen standen vor TV-Geräten. Ich sah die Bilder, live. „Wie sehr betäubt bist du eigentlich?!“, fragte ich mich. (Ich frage es immer noch.)

Eine kurze Fahrt genügt

Eine kurze Fahrt genügt

Eine Fahrt im frühen Bus: Arbeiter auf dem Weg zur Arbeit. Und sie unterscheiden sich dann doch vom „Stadtbild“. Doch diese Arbeiter sind es, die das Stadtbild finanzieren. Es ist unfair ­– und es wird nicht lange gutgehen.