EU: 1.000 Prozent Steuer für private Erfinder

Dieses Video wird von YouTube gehostet. Beim Abspielen kann YouTube Cookies auf Ihrem Gerät setzen.
Ein Bauteil für 50 Cent (außerhalb der EU bestellt) kostet dich ab November 5,50 Euro. Es ist de facto eine Verhinderungs-Steuer von 1.000 Prozent, die europäische Erfinder und Bastler attackiert. Warum hasst die EU die Europäer so?

Nehmen wir an, du lebst in der EU, und du bist mit einem Erfinder-Geist gesegnet. Du willst also neue elektrische Geräte basteln. Und dafür brauchst du elektronische Einzelteile.

Diese Einzelteile werden heute in China hergestellt. Auch durch Überregulierung, horrende Arbeitskosten, Energiepreise und Rekord-Abgaben, und natürlich durch die Bildungskrise, werden diese Dinge kaum noch in der EU hergestellt.

Also musst du sie im Ausland bestellen, zum Beispiel bei AliExpress. Ob Jugendliche oder Junggebliebene: Dank AliExpress wird es auch europäischen Erfindergeistern möglich, etwas zu erfinden.

Die EU sieht das. Und sie sieht das Risiko, dass europäische Erfinder dann Startups gründen könnten. Dann könnten sie womöglich mit Startups in den USA, Israel oder China selbst konkurrieren.

Startups in der EU-Zone? Das gilt es zu verhindern.

Also hat die EU in einer Doppel-Attacke die Bestellungen unter anderem von Elektronik aus China massiv verteuert. Seit Juli kostet deine Bestellung bis 150 Euro Warenwert drei Euro mehr (siehe futurezone.at, 29.6.2026), ab dem 1. November fünf Euro mehr (siehe ifun.de, 28.10.2026), und zwar pro Artikel-Typ. Drei Euro Steuern und zwei Euro Zoll-Bearbeitungsgebühr.

Wäre doch gelacht, wenn die EU nicht jede Initiative im Keim erstickt bekäme!

Solltest du für deine Erfindung ein Teil benötigen, das 50 Cent kostet, dann macht die EU daraus 5,50 Euro. Das ist eine Steuer von 1.000 Prozent. Bei einem Teil von fünf Cent sind das 10.000 Prozent Steuer. Solltest du 20 Teile à 50 Cent aus 20 verschiedenen Warengruppen brauchen, kassieren die besten Behörden aller Zeiten mal eben 100 Euro extra.

Letztens erst führte die EU eine Bevollmächtigten- und Registrierungspflicht für Verpackungen ein, die es EU-Klein-Unternehmern de facto unmöglich macht, in andere EU-Länder zu versenden (siehe haendlerbund.de, 30.7.2026 und sachsen-fernsehen.de, 14.8.2026). Die EU untergräbt die Existenz europäischer Klein-Unternehmer – Amazon und Jeff Bezos sagen „Thank you“.

Die meisten EU-Länder sind im internationalen Vergleich offen feindlich gegenüber Gründern und Selbstständigen. Eine sechsstellige Zahl von Akademikern, darunter viele Ingenieure und potenzielle Erfinder, wandern jährlich aus Deutschland und der EU aus (siehe web.de, 30.7.2026). Also echte Ärzte und Ingenieure. Das sind andere Leute als das, was „Ärzte und Ingenieure“ heute im Volksmund bedeutet.

Ich hörte letztens die Weisheit: „Der Sinn eines Systems ist, was dieses System tut.“

Wenn das wahr ist, fragt euch, was der Sinn der EU ist.

Zur Ironie unserer Zeit gehört: Während in Europa immer wieder Menschen durch Messerstiche sterben, ist auch die wirtschaftliche Zukunft etwa Deutschlands ein „Tod der tausend Messerstiche“. Die absurden Einfuhrgebühren, locker mal eben tausend Prozent Steuern, sind ein weiterer Messerstich.

„Cui bono?“, so könnte man sich fragen, „wem nutzt es?“

Nun, im April 2019 beschrieb ich im Essay „Künstliche Intelligenz und Mäusespeck“ die Zukunft als ein KI-Wettrennen zwischen USA und China. Und das ist nun die Gegenwart.

„Nutzt“ es also den USA und China, wenn der Brüsseler Kafka-Fanclub sich wöchentlich neue Messerstiche für die EU-Besatzungszone ausdenkt?

Jein. Zumindest die USA hätten Europa gern als nicht-bekloppten und zugleich westlichen Partner. Und die Chinesen würden gern zumindest nach Europa verkaufen.

2020 beschrieb ich „Die Gentleman-Strategie“. Frei nach der altmodischen Weisheit: „Ein Gentleman stößt die Dame nicht, er hilft ihr bloß beim Fallen.“

Ich habe keinen „wahren“ oder zumindest „einzigen“ Grund verfügbar. Im Gegenteil: Ich frage mich, warum diese Effekte in so vielen westlichen Groß-Systemen gleichzeitig zu beobachten sind, als wäre ein großer Schalter umgelegt worden. Oder, noch gruseliger: Es wäre eine Selbstzerstörungs-Logik aktiviert worden, die schon immer in uns schlummerte.

Latin Prayer: meine App zum Beten auf Latein

Der Rosenkranz, die heilige Messe, die Vulgata und die Gebete der Kirche – Latein und Deutsch Zeile für Zeile nebeneinander, vieles davon mit Audio, damit Sie hören, wie es klingt. Kostenlos, ohne Werbung, für iPhone und Android.

Latin Prayer ansehen

Zwei Smartphones mit der App Latin Prayer: die Startseite und die Vulgata, Johannes 1

E-Mail-Abo

Sobald es ein neues Posting gibt, bekommen Sie eine kurze E-Mail — höchstens einmal pro Tag. (Gratis, jederzeit abbestellbar.)

Der Essay EU: 1.000 Prozent Steuer für private Erfinder von Dushan Wegner ist auch online zu lesen: https://dushan.org/tagebuch/eu-1-000-prozent-steuer-fuer-private-erfinder/, und auf dushanwegner.com finden sich noch viele weitere Texte, Bücher und sogar T-Shirts zum Thema!