2026 Mai

Paris brennt, wieder mal. Ein Fußballspiel wurde von »jungen Männern« zum Anlass genommen, ein wenig Bürgerkrieg zu spielen. Doch tatsächlich ist es ein Krieg gegen Frankreich, gegen Europa, gegen alles, was hier einst als gut und heilig galt.

2024 verglichen wir Deutschland mit einem, der aus dem 10. Stock fällt – und sich ans Fallen gewöhnt. 2026 rauschen die Stockwerke weiter vorbei: Ausreiseverbote, Zensur, Sanktionen. Sind wir längst »aufgeschlagen« und wollen es nur nicht wahrhaben?

Was ist schlimmer: Stolz oder Mord? Beides hat die Eigenschaften, Gesellschaften zu zerstören. Und doch sagen die Weisen, dass Stolz auf gewisse Weise schlimmer ist. Was meint ihr?

Selig sind die, die sich nicht für schlau halten. (Damit sind aber schmerzhaft viele unserer Mitmenschen »unselig«. Besser, im Zweifelsfall nicht allzu schlau zu sein.)

Der geplante Austausch der (weißen) einheimischen Bevölkerungen durch (nicht-weiße) Migranten ist eine »Verschwörungstheorie«, für die man übel verfolgt wird – doch zugleich geben Politiker es inzwischen offen zu! (Auch: Frohe Pfingsten!)

Wer einsam ist, der braucht nur Israel zu kritisieren. Prompt hagelt es Mails und X-Attacken. Ein besonders Moralischer drohte mir wohl, mich bei meinen »ARD-Kollegen« zu verpfeifen. Haha! 🤣 (Tipp: Wer »Staatsfunk« sagt, arbeitet eher selten für diesen.)

Deutsches Ehepaar wegen Verdachts der Spionage für China festgenommen. Die Namen sind Xuejun C. und Hua S. – Übrigens: die Gedanken, die ihr euch in exakt diesem Moment verbietet, sind im Rest der Welt total selbstverständlich.

Zu viele Menschen ahnen nicht, wie wenig Zeit uns bleibt. Ach, vielleicht ist seit einiger Zeit schon GAR KEINE Zeit mehr übrig. (Und die Welt wundert sich über die Deutschen, die das alles hinnehmen.)

Verbrechen sind verboten – das war schon immer so. Wofür also Waffenverbotszonen? Und warum werden in England sogar »runde Küchenmesser« gefordert? Weil es leichter ist, Objekte zu verbieten, als jenes Denken zu ändern, das Menschen zum Zustechen bewegt.

Eine Katze ist kein Fisch, selbst wenn ich ihr die Beine abschneide, ihr dafür Flossen und Schuppen anklebe und sie also ausgestattet ins Wasser werfe.

Der Unterschied zwischen der Demokratie und allen übrigen Staatsformen besteht darin, dass du in jenen sagen kannst – und sollst! –, wer über dir herrscht. In der Demokratie weißt du nur, dass du nicht weißt, wer WIRKLICH herrscht.

Den wahren Charakter eines Menschen erkennst du, wenn er Macht erhält. Wir haben gewissen Leuten (auch) moralische Macht über uns gegeben – und nun zeigt sich, wer sie wirklich sind. Höchste Zeit, diese Macht zurückzufordern.

Ich leide am Fernwehweh – der Sehnsucht nach einer Sehnsucht, die es so nicht mehr gibt. Es ist einfach zu einfach, an einst ferne Orte zu fliegen. Und wenn man dann dort ist, stehen vor dir hundert Leute in der Schlange, aufs Selfie wartend.

Letztens ging ich spazieren, von A nach A, in großer Runde. Ich sah eine Abkürzung, und ich war versucht, sie zu nehmen. Dann fiel mir die Absurdität des Vorhabens auf, einen Spaziergang abzukürzen. Und ich fragte mich: Welcher Denkfehler lag da bei mir…

Werden sich zukünftige Historiker über unsere Zeiten wundern? Über UNS? Haben wir ES denn nicht »kommen sehen«?

Das Böse am Menschen ist typisch menschlich, das Gute ebenso, und wir leben in Zeiten, in denen eines davon in großem Maßstab ausgelebt werden wird. Es ist beunruhigend, es ist angsteinflößend. (Was tun?)

AfD steht in Sachsen-Anhalt bei 41 %, könnte absolute Mehrheit holen. Nach demokratischer Gewohnheit sollte sie Ministerpräsident stellen. Wird sie nicht. Sachsen-Anhalt wird das Land sein, wo die deutschen Demokratie-Kulissen endgültig umgeworfen werden.

»Wenn die Regel, die du befolgt hast, dich hierher gebracht hat, welchen Nutzen hatte diese Regel?«, so fragt Anton Chigurh in »No Country for Old Men«. Wenn die »guten« Regeln uns an den Rand des Abgrunds brachten, wie »gut« waren sie?

Wer die Augen vor dem Bösen verschließt, verschließt sie auch vor dem Schönen. Lasst uns zugeben, dass es um unser Land steht, wie es eben um unser Land steht. Und dann schauen, was (noch) schön ist. Und wo.

Erst ist da ein Berg. Dann ist da kein Berg. Und dann ist da (wieder) ein Berg. (An welchem Punkt befinden wir uns gerade?)